Arthur Illies


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*Bild: Rudolph Dührkoop

Als wichtiger Vertreter der Landschaftsmalerei nimmt der junge Arthur Illies bis heute einen bedeutenden Platz in der Kunstgeschichte Norddeutschlands um 1900 ein. Hervorzuheben ist seine Zeit in dieser innovativen, vom Jugendstil inspirierten Grafik.

Nach einem Studium in München kehrte Illies 1892 zurück an die Elbe. Er wurde 1897 Mitbegründer des Hamburgischen Künstlerclubs und arbeitete als Lehrer, später Professor an der Kunstgewerbeschule Hamburg. Sein umfassendes grafisches und malerisches Werk war deutschlandweit auf großen Ausstellungen präsent. Zu Illies’ Themen zählten neben Landschaften wie dem Alstertal Menschenstudien („Gang in die Kontore“) und ab 1919 historische norddeutsche Städte, um das „niederdeutsche Wesen“ zu ergründen.

Arthur Illies radikalisierte sich früh. Er war Mitglied im nationalsozialistischen Kampfbund für deutsche Kultur und ab 1933 in der NSDAP, dennoch wurde er 1933 frühzeitig als Professor entlassen. Er zog nach Lüneburg – für die Stadt hatte er schon 1924/25 gearbeitet. Der Ideologie und den künstlerischen Leitlinien der Machthaber blieb Illies bis zum Kriegsende treu, in seinem Spätwerk widmete er sich auch Stillleben.

 

Arthur Illies, der ein Atelier im Alten Kaufhaus hatte, hinterließ 2600 Gemälde, 1200 Zeichnungen und zahlreiche Grafiken. Durch Bomben (1945) und den Brand des Kaufhauses (1959) wurden etliche Arbeiten vernichtet. Werke von Arthur Illies finden sich heute unter anderem in der Hamburger Kunsthalle und im Sprengel Museum Hannover.

 

1998 wurde in Lüneburg die Arthur und Georgie Illies Familien-Stiftung gegründet.

 


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