Gerhard Fietz


Gerhard Fietz studierte Malerei in Breslau (bei Alexander Kanoldt und Oskar Schlemmer), Düsseldorf und Berlin. Traumatische Erfahrungen als einfacher Soldat an der Ostfront (1941–1943) flossen lebenslang in seine Kunst ein. Fietz zählte nach 1945 zu den avantgardistischen, abstrakten Malern in München, die in ihrem Schaffen eine „innere Klärung“ suchten. 1949 gehörte er zu den Gründern der Künstlergruppe ZEN 49. Seine Kunst, durchzogen von einer spirituellen Ebene, suchte ein „neues Alphabet der Verständigung“ und führte in seinem Kernwerk zu einer bis ins Explosive reichenden Dynamik in Form und Farbe. In wiederholt gemalten Schreckensszenarien als Kriegsverarbeitung und Mahnung vor Krieg sind auch gegenständliche Bezüge zu finden. Erhalten hat sich ein großes Konvolut an Russland-Zeichnungen.

1957 wurde Gerhard Fietz zum Professor an der Hochschule der Bildenden Künste in Berlin ernannt. Ab 1979 lebte er, nach einem Aufenthalt zur Gründung der Künstlerstätte Schloss Bleckede, bis zu seinem Tod in Göddingen.

Bilder von Gerhard Fietz waren unter anderem im Stedelijk Museum Amsterdam zu sehen, in der Akademie der Künste und im Haus am Lützowplatz in Berlin, auf Schloss Neuhardenberg und im Buchheim Museum. Das Museum Penzberg nimmt sich in seiner Sammlung Fietz’ bayrischer Zeit von den 30er- bis in die 1950er-Jahre an. Das Gesamtwerk des Künstlers ist in mehreren Bänden der Sparkassenstiftung Lüneburg dokumentiert.

 

Gerhard Fietz erhielt unter anderem den Karl-Ströher-Preis, den Lovis-Corinth-Preis und den Kulturpreis des Landkreises Lüneburg.


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