Herbert Kessler


Herbert Kessler (* 1934 in Schwäbisch Gmünd; † 2004 in Carqueiranne) studierte zunächst Erziehungswissenschaften und Musik und schloss nach drei Jahren im Schuldienst ein Studium der Malerei, Grafik und Kunstgeschichte an – in Stuttgart, Braunschweig und schließlich in Berlin. Dort bekam er von Gerhard Fietz wichtige Impulse für sein künstlerisches Schaffen. 1967 kam Kessler als Professor an die damalige Pädagogische Hochschule nach Lüneburg. Die Stadt wurde ihm Heimat – und seit den frühen 1980er-Jahren unaufhörliches Thema seiner Kunst. Seine Lüneburg-Gemälde repräsentierten für viele Jahre das künstlerische Bild der Stadt.

 

Kessler verstand sich als Landschaftsmaler; Lüneburg war ihm eine „Stadtlandschaft“, mal mit weiten Himmeln und offenen Horizonten, mal in fugenartiger Überlagerung architektonischer Strukturen, mal sich vom Gegenständlichen ins Transzendente bewegend. Licht und Farbe haben in Kesslers Malerei, ob Öl-Tempera oder Pastell, Vorrang vor dem Abbild. Einflüsse von Robert Delauney und Lyonel Feininger lassen sich ausmachen.

 

1980 erhielt Herbert Kessler den Kulturpreis des Landkreises Lüneburg. Er lebte in Deutsch Evern, und nach seiner Emeritierung zog es ihn nach Südfrankreich.


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