Hugo Friedrich Hartmann


Hugo Friedrich Hartmann wird in Rosenberg/Westpreußen geboren, wächst in Berlin auf und studiert ab 1890 an der Königlichen Akademie für Bildende Künste in Dresden, zuletzt in der Meisterklasse des Impressionisten Prof. Gotthardt Kuehl, der seine Studenten anregt, vor der Natur zu malen. Auch Hartmann ist ein überzeugter Freilichtmaler, Landschaften und die Verarbeitung von Licht führen wohl dazu, dass er als „norddeutscher Impressionist“ bezeichnet wird.

1897 lässt er sich in Bardowick nieder, wo sich ihm durch seinen Freund und Förderer, den Architekten Wilhelm Matthies, eine Zukunftsperspektive eröffnet. Seinen künstlerischen Durchbruch erlebt der 27-jährige durch seine erste Teilnahme an der Sezessionsausstellung 1898 in Berlin, der weitere in den großen Städten Deutschlands folgen.  

 

Hartmann hat ein umfangreiches Werk in unterschiedlichen Techniken hinterlassen, wobei er selbst seinen Schwerpunkt in der Ölmalerei sieht. Thematisch spiegeln seine Arbeiten die vorindustrielle bäuerliche Lebenswelt wider, eine – noch – heile Welt, die er in seiner Kunst bewahren möchte. Seine besondere Liebe gilt dabei der norddeutschen Landschaft mit ihren Menschen und Tieren. Außerdem erhält er Aufträge zur Ausmalung des Lüneburger Ratskellers mit Stadtmotiven, des Lüneburger Bahnhofs (1939), sowie für die Illustration der „Fibel für Niedersachsen von 1910“. Es entsteht auch eine Reihe von Porträts von Lüneburger Honoratioren, darunter von Georg v. Loesecke, Goerges, Marcus Heinemann.

Hartmann gehörte mehreren Künstlervereinigungen an wie der „Hamburgischen Künstlerschaft“, dem „Hamburger Kunstverein“, dem „Verband deutscher Illustratoren“, den „Heidjern“, den „Nordwestdeutschen Künstlern“, der „Bauhütte zum weißen Blatt“ und dem „Bund Bildender Künstler“ in Lüneburg.

Schon während des Studiums erhält Hartmann 1895 in der Akademie die „Große Silberne Medaille“ für ein Gemälde, es folgt 1939 der Niederdeutsche Malerpreis. Für sein Gesamtwerk wird Hartmann 1956 mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse geehrt.

 


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